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Nach dem Tod des letzten männlichen Waldenburgers, 1473/74, fällt die Herrschaft Wolkenstein als erledigtes Lehen an den Kurfürsten von Sachsen. Sie wird nicht wieder weiter verlehnt, sondern bleibt im Besitz der Wettiner, die eine Umwandlung in ein kurfürstliches Amt vornehmen.

So wie jede von den Wettinern erworbene und als Amt in das Staatsgefüge eingegliederte Herrschaft bleibt auch das Amt Wolkenstein in seinem territorialen Bestand unverändert erhalten.

Die Aufgaben dieser kursächsischen Ämter bestehen vorwiegend auf drei Gebieten: - Eintreibung der dem Landesherren zustehenden Einkünfte im Amtsbezirk. - Ausübung der Gerichtsbarkeit über die unmittelbaren Amtsuntertanen. - Wahrnehmung der Polizeibefugnisse im Sinne allgemeiner Verwaltungsaufsicht.

Der Amtmann und der Amtsschösser sind die kurfürstlichen Beamten, die im jeweiligen Amtsbezirk den Landesherren repräsentieren und dessen Anordnungen und Befehle durchsetzen. Angestellte des Amtes sind Amtsfron, Amtsaktuar, Amtsschreiber, Amtsregistrator und Amtsbote.

Ende des 15. Jahrhunderts werden bereits die 3 kleinen Ämter Ehrenfriedersdorf, Geyer und Thum mit dem Amt Wolkenstein vereinigt. 1590 gehören zum kursächsischen Amt Wolkenstein 6 Städte und 29 Dörfer. Zu den Einnahmen aus den Dörfern zählen u.a. der Erbzins zu Walpurgis und Michaelis, Gerichtsbußen, Brandgeld Frongeld sowie Wald- und Graszins. Die Städte haben u.a. Jahrmarktsgebühren zu zahlen.

1596 wird dem Amt Wolkenstein das Amt Rauenstein angegliedert. Dadurch entsteht eines der größten Ämter im Erzgebirge. Es grenzt im Norden an das Amt Augustusburg, im Osten an das Amt Lauterstein, im Süden an das Kreisamt Schwarzenberg und im Westen an das Amt Grünhain. Ein Verzeichnis aus dem Jahre 1768 belegt die Zugehörigkeit von 7 Städten, 40 Dörfern sowie 15 Vorwerken, Lehn- und Rittergütern zum Amt Wolkenstein.

Erster Amtmann ist vermutlich Friedrich Blanke, ehemals Amtmann von Ehrenfriedersdorf. 1476 wird Heinrich von Schönberg als Amtmann von Wolkenstein und Schellenberg erwähnt.

In den 1780er Jahren werden die Aufgaben des Amtes in die Bereiche Justiz und Rentamt geteilt. Der Rentbeamte verwaltet die Einnahmen der vom Amt eingetriebenen Abgaben sowie die Amtsbesitzungen.

1828 wird das Mühlenamt Annaberg in das Amt Wolkenstein eingegliedert, dem nunmehr 50.589 Bewohner angehören. 1832 verliert das Amt Wolkenstein die Gutsbezirke Weißbach und Dittersdorf an das Amt Chemnitz, die Gutsspengel Voigtsdorf und Großhartmannsdorf an das Freiberger Amt sowie Nieder- und Neuhaselbach und die Amtsseite von Pobershau an das Lautersteiner Amt.

Mit Einrichtung von Kreisdirektionen im Jahre 1835 gehört das Amt Wolkenstein zur Kreisdirektion Zwickau. 1838 werden innerhalb der Kreisdirektionen Amtshauptmannschaften gebildet. Der Amtshauptmannschaft Wolkenstein mit Sitz in Forchheim werden die Amtsbezirke Wolkenstein mit Annaberg, Lauterstein, Grünhain sowie der Gerichtsbezirk Oberwiesenthal mit insgesamt 116.502 Bewohnern zugeordnet.



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